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Erklärvideo für Automobilindustrie und Zulieferer: Technik erklären

Wie Autohersteller und Zulieferer Erklärvideos für Technik, Software, Messe, Vertrieb und Wandel im Werk einsetzen – mit Beispielen, Stilen, Ablauf und Preisen.

· 10 Min. Lesezeit · Von Daniel Stoll

Auf einem Bildschirm entsteht ein gezeichnetes Auto Strich für Strich, ein Stift zeichnet die noch gestrichelte hintere Hälfte.
Inhalt
  1. Wofür setzen Hersteller und Zulieferer Erklärvideos ein?
  2. Wie erklären Sie komplexe Technik in einer Minute?
  3. Worauf sollten Sie bei Freigaben und Sprachfassungen achten?
  4. Welcher Animationsstil passt zu welchem Zweck?
  5. Wie sehen Erklärvideos für Autohersteller und Zulieferer in der Praxis aus?
  6. Wie hilft ein Erklärvideo bei Change und Transformation?
  7. Was bringt ein Erklärvideo auf der Messe?
  8. Wie läuft die Produktion ab?
  9. Was kostet ein Erklärvideo für Hersteller und Zulieferer?
  10. Wie kommen Sie zu Ihrem Erklärvideo?

Ein Erklärvideo bringt in der Automobilindustrie auf den Punkt, was sich in Präsentationen und Datenblättern nur mühsam vermitteln lässt: wie ein Bauteil im Fahrzeug arbeitet, wie eine Software Daten aus Entwicklung und Fertigung verbindet oder was die Digitalisierung im Werk für die Beschäftigten bedeutet. Was ein Erklärvideo Automotive-Kunden, Händlern und Mitarbeitenden bieten muss, ist vor allem ein roter Faden: komplexe Technik, reduziert auf das, was sich in rund einer Minute verstehen lässt.

Dieser Ratgeber richtet sich an Kommunikation, Marketing, Vertrieb, HR und Schulung bei Herstellern und Zulieferern. Er zeigt, wofür sich Erklärvideos in der Branche eignen, worauf Sie bei Technik, Freigaben und Sprachfassungen achten sollten, welcher Animationsstil zu welchem Zweck passt und wie Projekte für BMW, VW, Audi, Continental und Schaeffler aussehen. Wenn Sie direkt einsteigen möchten: Hier können Sie Ihr Erklärvideo erstellen lassen.

Wofür setzen Hersteller und Zulieferer Erklärvideos ein?

Erklärvideos lohnen sich überall dort, wo ein Sachverhalt mehr Erklärung braucht, als ein Foto oder ein Produktdatenblatt leisten kann. In der Automobilbranche sind das vor allem sechs Felder: die Erklärung von Produkten und Technologien für B2B-Kunden, Software- und IT-Lösungen, der Messeauftritt, Vertrieb und Handel, Change und Transformation sowie die interne Kommunikation einschließlich Schulung.

Der Bedarf wächst, weil sich die Technik schneller ändert als die Erklärgewohnheiten. Laut Kraftfahrt-Bundesamt hatten 2025 bereits 30,0 Prozent aller neu zugelassenen Pkw in Deutschland einen elektrischen Antrieb (batterieelektrisch, Plug-in-Hybrid oder Brennstoffzelle). Mit jeder neuen Antriebs- und Softwaregeneration entstehen Komponenten, Prozesse und Werkzeuge, die Kunden, Händler und eigene Teams erst verstehen müssen, bevor sie sie kaufen, verkaufen oder einsetzen.

Einsatzfeld Typische Aufgabe des Films Zielgruppe
Produkt und Technologie Funktion und Nutzen eines Bauteils oder Systems zeigen Einkauf und Entwicklung beim Kunden
Software und IT Datenflüsse und Arbeitsabläufe sichtbar machen Fachabteilungen, Anwender
Messe Zeigen, was nicht auf den Stand passt Fachbesucher
Vertrieb und Handel Werkzeuge und Abläufe im Verkaufsgespräch erklären Autohäuser, Verkaufsteams
Change und Transformation Veränderungen im Werk greifbar machen Belegschaft
Interne Kommunikation und Schulung Regeln, Plattformen und Verfahren vermitteln Mitarbeitende weltweit

Wie erklären Sie komplexe Technik in einer Minute?

Komplexe Technik wird verständlich, wenn der Film nicht alle Details zeigt, sondern eine Frage beantwortet, die der Zuschauer tatsächlich hat. Statt die Spezifikation eines Systems abzuarbeiten, erzählt ein gutes Erklärvideo, welches Problem es löst und was sich für den Anwender ändert. Die Details bleiben in Datenblatt, Angebot und Gespräch.

Bewährt hat sich, die Technik über Menschen zu erzählen. Im Film für BMW zur durchgängigen Prüfplanung planen zwei Mitarbeitende die Qualitätsprüfungen für ein neues Hybridmodell. Der Film zeigt, wie eine durchgängige IT-Lösung ihre Prüfschritte über Entwicklung und Fertigung hinweg verbindet, sodass Qualitätsrisiken früh sichtbar werden. Ähnlich arbeitet der Schaeffler-Film zur Risikoanalyse: Ein Ingenieur eines Zulieferers und ein Techniker führen gemeinsam eine Risikoanalyse für sicherheitsrelevante Bauteile durch und definieren Prozesse, die Produkthaftungsrisiken und Rückrufe vermeiden.

Animation hat dabei einen klaren Vorteil gegenüber Realfilm: Sie zeigt, was sich nicht filmen lässt. Das Innere einer Baugruppe, ein Datenfluss zwischen Systemen oder eine Anlage, die in keine Messehalle passt, lassen sich zeichnen, ohne dass ein Kamerateam ins Werk muss. Je mehr Material Sie dafür mitbringen, desto schneller geht es: Vorhandene Texte, Screenshots, CAD-Daten oder Produktfotos ersparen Recherche und damit Stunden, wie die Seite zu den Kosten eines Erklärvideos beschreibt.

Worauf sollten Sie bei Freigaben und Sprachfassungen achten?

In der Automobilbranche entscheiden zwei Punkte früh über den Projektverlauf: welche Inhalte gezeigt werden dürfen und in wie vielen Sprachen der Film laufen soll. Beides sollten Sie vor dem Briefing intern klären, nicht erst beim Storyboard.

Viele Themen der Branche berühren Entwicklungsstände, Kundenprojekte oder Vorserien, die noch nicht öffentlich sind. Klären Sie deshalb vorab mit Entwicklung, Rechtsabteilung und gegebenenfalls Ihrem Kunden, welche Bauteile, Bezeichnungen und Abläufe im Film erscheinen dürfen und ob eine Geheimhaltungsvereinbarung nötig ist. Hilfreich ist, dass ein Erklärvideo ohnehin über feste Freigabepunkte entsteht: Skript und Storyboard gehen jeweils zur Freigabe an Sie, bevor die Produktion beginnt. So sehen die zuständigen Stellen jeden Inhalt, bevor er animiert wird.

Bei der Mehrsprachigkeit gilt: Hersteller und Zulieferer arbeiten mit Kunden und Werken in vielen Ländern, und interne Filme sollen oft die gesamte Belegschaft erreichen. Jede weitere Sprache bedeutet Übersetzung, neue Sprachaufnahme, neu getimte Animation und angepasste Bildtexte. Planen Sie die Sprachfassungen deshalb von Anfang an mit ein, damit Bildtexte und Szenenlängen auch für längere Übersetzungen funktionieren. Im Premium-Paket von Explainr ist eine zweite Sprachfassung bereits enthalten.

Welcher Animationsstil passt zu welchem Zweck?

Der Stil richtet sich nach dem, was der Film leisten soll. Whiteboard-Animation eignet sich für komplexe Zusammenhänge, Software und erklärungsintensive Themen, weil alles vor den Augen des Zuschauers entsteht und das Zeichnen selbst die Aufmerksamkeit hält. Cut-Out passt zu Abläufen und Geschichten mit Personen. Motion Graphics ist die Wahl für den Außenauftritt, also für Marke, Messe und Investoren. Beispiele zu allen Stilen finden Sie auf der eingangs verlinkten Leistungsseite.

In der Automobilbranche dominiert in Explainrs Referenzen die Whiteboard-Animation. Das liegt am Thema: Datenflüsse, Prüfprozesse und IT-Landschaften lassen sich Schritt für Schritt aufbauen, sodass der Zuschauer jeden Zusammenhang mitverfolgen kann. Der Schaeffler-Film zur Risikoanalyse ist dagegen in Motion Graphics umgesetzt.

Wie sehen Erklärvideos für Autohersteller und Zulieferer in der Praxis aus?

Die folgenden Projekte zeigen die Bandbreite der Einsatzfelder. Alle Filme hat Explainr produziert, die Referenzseiten zeigen jeweils den Film und den Hintergrund.

Für Software und IT steht der Film zu CadeLog für VW. Er ordnet die Eigenentwicklung in ein Feld ein, in dem viele Daten-Logging-Systeme veraltet, unhandlich oder zu teuer sind, und zeigt, dass CadeLog das komplette Spektrum abdeckt, von der ersten Steuergeräteerprobung über die Gesamtfahrzeugabsicherung bis zur Analyse im Feld. Der Film gehört damit in Entwicklung und Absicherung; Sie sehen ihn auf der Referenzseite zu VW. In die Produktion führt dagegen das Erklärvideo von mosaiic für die BMW Group: Es zeigt, wie ein durchgängiges Planungssystem verstreute Daten der Produktionsplanung zentral bündelt.

Für Vertrieb und Handel hat Explainr für Audi gearbeitet. Ein Film erklärt Autohäusern Schritt für Schritt die Einrichtung einer Beratungslounge, ein weiterer zeigt, wie Verkäufer die VR-Brille im Beratungsgespräch vorbereiten und einsetzen. Solche Filme ersetzen keine Schulung vor Ort, sorgen aber dafür, dass jedes Autohaus dieselbe Anleitung bekommt.

Für die interne Kommunikation stehen zwei weitere Filme für Schaeffler: einer stellt das neue Intranet S-Connect vor, in dem Mitarbeitende weltweit zusammenarbeiten und Ansprechpartner finden, ein anderer erklärt die Regeln fürs Homeoffice.

Wie hilft ein Erklärvideo bei Change und Transformation?

Ein Erklärvideo macht abstrakte Veränderungen für die Belegschaft konkret, indem es sie aus der Sicht eines einzelnen Menschen zeigt. Das ist in der Branche derzeit besonders gefragt. Nach den Jahreszahlen des VDA sank die Zahl der Beschäftigten bei den Herstellern von Kfz-Teilen und -Zubehör im Jahresdurchschnitt von 266.810 im Jahr 2024 auf 237.221 im Jahr 2025. Laut der VDA-Pressemitteilung vom 12. Mai 2026 ist unter den heutigen Rahmenbedingungen bis 2035 ein Verlust von rund 225.000 Arbeitsplätzen gegenüber dem Jahr 2019 zu erwarten.

Wo sich Arbeit so stark verändert, haben Beschäftigte Fragen, die ein Rundschreiben nicht beantwortet. Der Film für Continental im Werk Regensburg setzt genau dort an: Die Mitarbeiterin Martina macht sich Sorgen, wie sich ihr Job verändern wird. Auf einer Zeitreise durch die vernetzte Fabrik lernt sie Sensoren, automatisierte Datenanalyse und Smart Glasses kennen, mit denen sich Mitarbeitende weltweit mit Experten austauschen. Die Figur nimmt die Sorge ernst und zeigt dann, was konkret auf sie zukommt. Wie Erklärvideos die Kommunikation mit der Belegschaft insgesamt unterstützen, beschreibt unser Beitrag zur internen Kommunikation mit Erklärvideos.

Dasselbe Prinzip trägt bei Schulungsthemen. Der Wandel bringt nicht nur Stellenabbau, sondern auch neue Aufgaben: Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft arbeiten in Deutschland bereits rund 182.000 Beschäftigte in Elektrifizierung, Automatisierung und Vernetzung; in diesen drei Feldern zusammen ist die Beschäftigung seit 2021 um knapp 46 Prozent gewachsen. Etwa 109.000 der Beschäftigten arbeiten in der Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Wer Mitarbeitende für solche Felder qualifiziert, braucht verständliche Grundlagen. Ein Erklärvideo vermittelt die Grundlagen eines Verfahrens, einer Plattform oder einer Regel einheitlich an allen Standorten, die Vertiefung übernimmt dann die Schulung vor Ort.

Auch HR und Recruiting profitieren von verständlichen Filmen über Arbeitsplätze und Aufgaben. Der Fachkräftereport des IW Köln zeigt, dass sich die Engpässe in mehreren Metall- und Elektroberufen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage verschärft haben; die Fachkräftelücke lag im Juni 2026 bundesweit bei rund 383.000 rechnerisch nicht besetzbaren Stellen. Ein Erklärvideo, das zeigt, woran im Werk oder in der Entwicklung gearbeitet wird, gibt Bewerberinnen und Bewerbern ein konkretes Bild davon, was sie erwartet.

Was bringt ein Erklärvideo auf der Messe?

Auf der Messe zeigt Animation, was sich in der Halle weder aufbauen noch filmen lässt: Anlagen, Abläufe im Inneren eines Bauteils oder Software. Das ist wichtig, weil die Konkurrenz um Aufmerksamkeit groß ist. Laut der Abschlussbilanz der IAA Mobility 2025 in München stellten rund 750 Aussteller aus 37 Ländern ihre Produkte vor, allein den IAA Summit besuchten über 69.000 Fachbesucher aus 108 Ländern. Ein Film am Stand gibt Ihrem Team einen Einstieg ins Gespräch und erklärt das Produkt auch dann, wenn gerade niemand frei ist. Wie Explainr Filme für den Messeauftritt plant, zeigt die Seite zum Messevideo.

Wie läuft die Produktion ab?

Ein Erklärvideo entsteht bei Explainr in fünf Schritten, mit zwei festen Freigaben durch Sie:

  1. Briefing: Explainr fragt so lange nach, bis das Thema verstanden ist, und klärt den Stil.
  2. Skript: Autoren bauen die Geschichte, Sie geben das Skript frei.
  3. Voice und Sound: Sie wählen Ihre Stimme aus dem Sprecherteam, Explainr die Musik dazu.
  4. Storyboard: Bild für Bild zur Stimme; hier sehen Sie den Film schon und geben ihn frei.
  5. Produktion: Die Animation entsteht auf Grundlage des freigegebenen Storyboards.

Für Automotive-Themen ist vor allem das Briefing entscheidend. Bringen Sie dazu die Person mit, die das Produkt oder den Prozess fachlich am besten kennt, und klären Sie vorher, wer intern Skript und Storyboard freigibt.

Was kostet ein Erklärvideo für Hersteller und Zulieferer?

Explainr bietet drei Pakete mit Festpreis, jeweils netto für eine Minute Film: Smart für 3.990 €, Standard für 5.990 € und Premium für 9.900 €. Premium umfasst unter anderem Motion Graphics im eigenen Illustrationsstil und eine zweite Sprachfassung. Länger sollte ein Film nur mit gutem Grund werden, denn eine zweite Minute verdoppelt die Animationsarbeit nahezu. Was in den einzelnen Paketen enthalten ist und welche Faktoren den Preis beeinflussen, erklärt die Übersicht zu Kosten und Paketen ausführlich.

Wie kommen Sie zu Ihrem Erklärvideo?

Der Weg zum Film beginnt mit einer klaren Frage: Wen soll das Video erreichen, und was soll der Zuschauer danach wissen oder tun? Legen Sie dazu Einsatzfeld, Zielgruppe und Sprachen fest, klären Sie intern Freigaben und Geheimhaltung und sammeln Sie vorhandenes Material wie Präsentationen, Screenshots und Produktfotos. Mit diesen Antworten ist das Briefing schnell erledigt, und der Stil ergibt sich meist von selbst: Whiteboard für komplexe Technik und Software, Cut-Out für Abläufe mit Personen, Motion Graphics für den Auftritt nach außen. Ob Produkterklärung für den Einkauf, Anleitung für Autohäuser oder Film für die Belegschaft im Wandel: Ein gut geplantes Erklärvideo macht Automotive-Themen für jede dieser Zielgruppen in kurzer Zeit verständlich.

Von Daniel Stoll

Explainr — Erklärvideos seit 2012

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