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Erklärvideo Energieversorger: Tarife, Netz und Energiewende erklären

"Erklärvideo für Energieversorger und Stadtwerke: Preisänderung, Rechnung, Smart Meter, § 14a und Energiewende verständlich erklären. Mit Praxisbeispielen."

· 9 Min. Lesezeit · Von Daniel Stoll

Gezeichnete Leistungsanzeige, deren Zeiger auf 4,2 kW zurückgeht, daneben eine Wärmepumpe und ein E-Auto an der Wallbox.
Inhalt
  1. Warum brauchen Energieversorger überhaupt Erklärvideos?
  2. Wie erklären Sie Preisänderungen und die Energierechnung?
  3. Wie machen Sie Smart Meter und § 14a EnWG verständlich?
  4. Wie lässt sich die Energiewende vor Ort erklären?
  5. Was bringt ein Erklärvideo im Geschäftskundenvertrieb?
  6. Wie helfen Erklärvideos bei Recruiting und interner Kommunikation?
  7. Worauf sollten Energieversorger beim Erklärvideo achten?
  8. Was kostet ein Erklärvideo für Stadtwerke und Energieversorger?
  9. Wie kommen Sie zu Ihrem Erklärvideo?
  10. Fazit

Energieversorger und Stadtwerke müssen laufend Dinge erklären, die ihre Kunden nicht von selbst verstehen: eine Preisänderung, die Jahresrechnung, den Tausch des Stromzählers, neue Regeln für Wärmepumpe und Wallbox. Ein Erklärvideo bringt solche Themen kurz und anschaulich auf den Punkt, für Privatkunden, Geschäftskunden und die eigene Belegschaft. Dieser Beitrag zeigt, wo sich ein Film für Energieversorger lohnt, worauf Sie bei Pflicht- und Netzthemen achten sollten, was ein Video kostet und wie Sie zum fertigen Film kommen. Wenn Sie direkt einsteigen möchten, finden Sie alle Leistungen auf der Seite Erklärvideo erstellen lassen.

Warum brauchen Energieversorger überhaupt Erklärvideos?

Weil viele ihrer Themen abstrakt sind und manche, allen voran die Rechnung, gesetzlich verständlich darzustellen sind. Das Energiewirtschaftsgesetz verlangt in § 40 EnWG, dass Rechnungen für Energielieferungen an Letztverbraucher einfach und verständlich sind und auf Wunsch unentgeltlich erläutert werden. Rechnungsbetrag und Fälligkeit müssen deutlich erkennbar sein. Für Preisänderungen gilt Ähnliches: Die Information muss laut der Verbraucherseite der Bundesnetzagentur zu Preisen und Abschlägen einfach und verständlich sein.

Ein Erklärvideo ersetzt dabei weder das Pflichtschreiben noch die Rechnung. Es ergänzt sie dort, wo Text an Grenzen stößt: bei Abläufen, Zusammenhängen und Begriffen, die man erst versteht, wenn man sie einmal gesehen hat. Ein Film lässt sich auf der Website, im Kundenportal, im Newsletter oder im Kundenzentrum einsetzen und erklärt dasselbe Thema jedes Mal gleich gut. Das entlastet Servicemitarbeiter, die sonst dieselbe Frage am Telefon immer wieder beantworten.

Wie erklären Sie Preisänderungen und die Energierechnung?

Am besten aus Sicht des Kunden: Was ändert sich für mich, was muss ich tun, welche Rechte habe ich? Die Bundesnetzagentur schreibt dazu, dass Preisänderungen bei Strom und Gas Haushaltskunden einen Monat vorher mitgeteilt werden müssen und diese in der Regel ein Sonderkündigungsrecht haben. Versteckte, intransparente und nicht verständliche Preiserhöhungen sind nicht erlaubt. Ein kurzer Film zur Preisänderung kann genau diese Punkte ruhig und sachlich zeigen, ohne zu beschönigen. Das schafft Vertrauen, gerade wenn die Nachricht für Kunden unangenehm ist.

Bei der Jahresrechnung hilft ein Video, das Dokument Schritt für Schritt durchzugehen: Wo steht der Rechnungsbetrag, wann ist er fällig, wo finde ich Anfangs- und Endzählerstand, wie kommt der neue Abschlag zustande? Statt jede Position abstrakt zu beschreiben, zeigt der Film die Rechnung selbst und hebt die Stellen nacheinander hervor. Achten Sie darauf, keine konkreten Preise oder Umlagen einzubauen, die sich im nächsten Jahr ändern. Dann bleibt der Film länger aktuell.

Auch ein neues Tarifmodell lässt sich über Menschen statt über Tabellen erklären. Für die Stadtwerke Düren haben wir den Prepaid-Strom der Energie-Revolte im Whiteboard-Stil erklärt: Zwei Figuren in verschiedenen Lebenslagen zeigen den Ablauf vom Stromrechner über die Online-Bestellung und den Zählerwechsel bis zur App, mit der sie nur bezahlen, was sie verbrauchen. Der Ablauf wird so in einer kleinen Geschichte nachvollziehbar.

Wie machen Sie Smart Meter und § 14a EnWG verständlich?

Indem Sie zeigen, was beim Kunden konkret passiert, statt das Gesetz zu zitieren. Beim Smart-Meter-Rollout drängt die Zeit: Laut Bundesnetzagentur zum Rollout intelligenter Messsysteme müssen 90 Prozent der sogenannten Pflichteinbaufälle bis Ende 2032 ausgestattet sein. Am 27. März 2026 hat die Behörde 77 Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die die gesetzliche 20-Prozent-Quote nicht einhalten. Für Messstellenbetreiber heißt das: Viele Kunden bekommen in den nächsten Jahren einen neuen Zähler, und jeder Einbau beginnt mit Fragen. Ein Film kann den Termin, den Ablauf vor Ort und den Nutzen des intelligenten Messsystems erklären, bevor der Monteur klingelt.

Ähnlich erklärungsbedürftig sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Seit dem 1. Januar 2024 gelten nach § 14a EnWG laut Pressemitteilung der Bundesnetzagentur neue Regeln für Geräte wie Wärmepumpen und Ladeeinrichtungen für E-Autos. Netzbetreiber dürfen den Anschluss nicht mehr wegen möglicher Netzengpässe verweigern. Im Gegenzug dürfen sie nur dann eingreifen, wenn eine Überlastung des Netzes droht, und den Bezug für die Dauer dieser Überlastung auf bis zu 4,2 kW senken. Genau diese Abwägung ist für Kunden schwer zu greifen. Ein Video kann zeigen, dass die Wärmepumpe weiterläuft und das Auto weiter lädt, nur zeitweise langsamer.

Wie man Heizungsthemen ohne Variantenübersicht erzählt, zeigt unser Film für die Süwag zur neuen Heizungsanlage. Peters alte Heizung fällt im tiefsten Winter aus, und der Film begleitet ihn zur Entscheidung: kaufen oder mieten, Mikro-KWK, Erdgas-Brennwerttherme oder Wärmepumpe. Die Optionen stehen nicht in einer Tabelle, sondern ergeben sich aus seiner Situation.

Wie lässt sich die Energiewende vor Ort erklären?

Über einen konkreten Ort, einen konkreten Tag und konkrete Menschen. Energiewende-Projekte sind technisch komplex und betreffen viele Beteiligte gleichzeitig. Für die Süwag haben wir ein Forschungsprojekt in Kelsterbach an einem Beispieltag einer Familie erklärt: Der Film zeigt, wie Blockheizkraftwerk, Solaranlage und Stromspeicher zusammenspielen und wie flexible Strompreise, Smart-Home-Steuerung und gemeinsam genutzte Elektroautos Erzeugung und Verbrauch aufeinander abstimmen.

Die Energiewende betrifft nicht nur Privatkunden. Für die Lechwerke haben wir einen Film gemacht, der Betreibern von Industrie-, Power-to-Heat- und Biogasanlagen ihre Rolle im Gesamtsystem der Energieversorgung erklärt. Ein zweiter Lechwerke-Film erklärt den Begriff Smart City an Alltagsbeispielen. Beide zeigen, wie sich ein abstraktes Energiethema über konkrete Rollen oder Alltagsbeispiele greifbar machen lässt.

Was bringt ein Erklärvideo im Geschäftskundenvertrieb?

Es übersetzt erklärungsbedürftige Angebote in den Arbeitsalltag der Kunden. Geschäftskunden kaufen Energie anders als Haushalte, oft über Plattformen, Fahrpläne und Rahmenverträge. Für die Süwag zeigt ein Whiteboard-Film den Alltag eines Einkäufers auf der Plattform WebMarket: mit persönlichem Login minütlich aktualisierte Preise sehen, Mengen per Warenkorb kaufen, ganze Fahrpläne importieren und auf Knopfdruck bestellen. Statt einer Funktionsliste sieht der Interessent, wie sich die Arbeit damit anfühlt.

Ein zweites Feld sind Pflichtthemen, mit denen Ihre Geschäftskunden ohnehin kämpfen. Ein Süwag-Film zu Energieaudits und Energiemanagement nach ISO 50001 erklärt die gesetzliche Pflicht nicht über Paragrafen und Normen, sondern über die Erleichterung eines einzelnen Unternehmers. So wird aus einer lästigen Vorschrift ein Angebot, das ein Problem löst.

In unseren Filmen für Energieversorger sehen wir dieses Muster immer wieder: Je technischer oder rechtlicher das Thema, desto mehr hilft eine Figur mit einem konkreten Anlass. Eine ausgefallene Heizung, ein Einkäufer unter Zeitdruck, ein Unternehmer vor einer Pflicht. Die Fakten kommen dann als Antwort auf seine Frage, nicht als Vortrag.

Wie helfen Erklärvideos bei Recruiting und interner Kommunikation?

Sie zeigen Bewerbern und Mitarbeitern, was hinter einer Aufgabe steckt, bevor sie jemand persönlich erklären kann. Der Bedarf ist groß: Laut BDEW hat die Energie- und Wasserwirtschaft mit dem allgemeinen Fachkräftemangel zu kämpfen, besonders in praxisnahen technischen Berufen und in der IT. Schon laut BDEW 2022 mussten Prognosen zufolge in den folgenden zehn Jahren 25 Prozent der Stellen in der Branche neu besetzt werden. Ein Film über einen Beruf oder ein Netzprojekt zeigt Bewerbern, welchen Beitrag sie zur Energiewende leisten würden.

Nach innen funktionieren Erklärvideos genauso. Für die Stadtwerke München haben wir einen internen Film zum neuen IT-Arbeitsplatz gemacht: neue Hard- und Software, digital mitschreiben, Dokumente teilen und auch von zu Hause arbeiten. Solche Filme erreichen alle Mitarbeiter mit derselben Botschaft, auch im Schichtbetrieb und an verteilten Standorten. Welche Themen sich intern noch eignen, lesen Sie im Beitrag Erklärvideos für die interne Kommunikation.

Worauf sollten Energieversorger beim Erklärvideo achten?

Auf rechtliche Genauigkeit, langlebige Inhalte und eine klare Zielgruppe pro Film. Energiethemen sind stark reguliert, und Kunden lesen Aussagen zu Preisen oder Rechten genau. Diese Punkte haben sich bewährt:

  • Rechtliche Aussagen abstimmen: Lassen Sie das Skript von der Rechts- oder Regulierungsabteilung freigeben, bevor gezeichnet oder animiert wird. Änderungen am Skript sind günstiger als Änderungen am fertigen Film.
  • Keine Zahlen, die schnell veralten: Konkrete Preise, Umlagen oder Fristen gehören in den Begleittext, nicht in die Animation. So bleibt der Film über mehrere Jahre nutzbar.
  • Eine Zielgruppe je Film: Ein Film für Haushaltskunden und einer für Anlagenbetreiber sind zwei Filme. Wer beides mischt, erreicht keinen richtig.
  • Fachbegriffe übersetzen: Begriffe wie Pflichteinbaufall, steuerbare Verbrauchseinrichtung oder Fahrplan kurz erklären oder ganz vermeiden.
  • Einsatzort mitdenken: Ein Film fürs Kundenportal darf länger sein als ein Clip für soziale Netzwerke.

Ein Erklärvideo ersetzt außerdem keine Beratung im Einzelfall. Bei Themen wie Sonderkündigung oder Netzeingriffen sollte der Film auf die Stelle verweisen, an der Kunden ihre persönliche Situation klären können.

Was kostet ein Erklärvideo für Stadtwerke und Energieversorger?

Bei Explainr kostet ein fertiges Erklärvideo von einer Minute 3.990 € netto im Smart-Paket, 5.990 € netto im Standard-Paket und 9.900 € netto im Premium-Paket. Sprecher, Musik, Storyboard und Nutzungsrechte sind jeweils enthalten. Jede weitere Korrekturschleife über die enthaltenen hinaus kostet 500 € netto. Welche Leistungen die Pakete im Einzelnen umfassen und wie sich die Stilrichtungen unterscheiden, sehen Sie auf der Seite zu den Kosten für ein Erklärvideo.

Für Energieversorger lohnt sich ein Blick darauf, welche Filme Sie über mehrere Jahre einsetzen können. Ein Film, der die Rechnung erklärt, ohne konkrete Preise zu nennen, oder einer, der den Ablauf beim Zählertausch zeigt, bleibt deutlich länger aktuell als ein Film zur Preisanpassung eines bestimmten Jahres. Stilrichtungen wie Whiteboard oder Motion Graphics haben wir bei Energiethemen beide eingesetzt; die Wahl hängt eher von Ihrer Marke und dem Thema ab als von der Branche.

Wie kommen Sie zu Ihrem Erklärvideo?

Der Weg beginnt mit einer klaren Frage: Was soll der Zuschauer nach dem Film wissen oder tun? Daraus entsteht das Skript. Danach folgen Sprecher und Musik, das Storyboard entsteht passend zur Stimme, zuletzt folgt die Produktion. Bereiten Sie für das erste Gespräch drei Dinge vor:

  1. das Thema und den Anlass, etwa eine Preisänderung, einen Rollout oder eine neue Plattform,
  2. die Zielgruppe und den Ort, an dem der Film laufen soll,
  3. die Ansprechpartner, die Skript und Storyboard freigeben, inklusive Rechtsabteilung.

Mit diesen Angaben lässt sich schnell einschätzen, welche Stilrichtung und welches Paket zu Ihrem Vorhaben passen. Alles Weitere zu Ablauf und Leistungen finden Sie auf unserer Seite zum Erklärvideo, von dort aus können Sie uns Ihr Thema direkt schicken.

Fazit

Ein Erklärvideo für Energieversorger ist kein Werbefilm, sondern ein Werkzeug für Themen, die erklärt werden müssen: Preisänderungen und Rechnungen, die gesetzlich verständlich sein sollen, Smart Meter und § 14a, die beim Kunden Fragen auslösen, Energiewende-Projekte, B2B-Plattformen, Pflichtthemen, Recruiting und interne Veränderungen. Am besten funktionieren Filme, die eine konkrete Situation zeigen statt einer Übersicht, die rechtlich sauber abgestimmt sind und auf schnell veraltende Zahlen verzichten. Wenn Sie ein Thema im Kopf haben, das Ihre Kunden oder Mitarbeiter immer wieder fragen, ist das ein guter Startpunkt für Ihren ersten Film.

Von Daniel Stoll

Explainr — Erklärvideos seit 2012

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